Einkaufsberater “Der richtige Grill”
Was genau ist die Definition vom „Grillen“ eigentlich und welche verschiedenen Grilltypen gibt es überhaupt?
wikipedia erklärt das Grillen so:
Grillen (aus englisch to grill bzw. französisch griller, von lateinisch craticulum für „Flechtwerk, kleiner Rost“) oder schweizerisch grillieren, bräteln ist Braten in Wärmestrahlung. Vom Braten in der Pfanne oder im Ofen unterscheidet es sich dadurch, dass für den Garprozess weder direkte Wärmeleitung noch Konvektion eine große Rolle spielt.
Grillen beziehungsweise das Braten über dem offenen Feuer ist eine ursprüngliche Methode des Garens von Lebensmitteln – sie verlangt nur die Beherrschung des Feuers, benötigt aber kein Kochgeschirr.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Grillen)
Heutzutage verlangt das Grillen aber nach einigem mehr, als die nur Beherrschung des Feuers.
Ferner ist auch das Zubereiten von Gerichten in der Pfanne in einigen Grill-Modellen realisierbar und es findet sich eine große Auswahl an Zubehör und „Kochgeschirr“ auf dem Markt.
Es gibt viele verschiedene Arten von Grilltypen. Hier werden 5 Typen vorgestellt: der Holzkohle-Grill, der Gasgrill, der Elektro-Grill, der BBQ-Smoker und der Keramik-Grill.
Der Holzkohle Grill
Grillen auf dem Holzkohle-Grill ist die traditionelle Art, die sich immer noch großer Beliebtheit erfreut. Für echte Grillfans ist der Holzkohlegrill die einzige akzeptable Form des BBQ´s. Der Grund dafür ist der spezielle, leckere Geruch und der Geschmack, der bei dieser Grill-Art erzielt wird. Nur der Holzkohle-Grill ist in der Lage, dieses unverwechselbare Raucharoma der Holzkohle hervorzubringen. Die glühende Kohle kann im Grill verteilt werden und man erreicht so teilweise unterschiedliche Temperaturzonen. Die häufigste Grill-Methode ist beim Holzkohle-Grill das „direkte Grillen“.
Das heißt, das Grillgut liegt unmittelbar über der Glut. Die Garzeit beim Fleisch ist dadurch sehr kurz und es kann recht schnell verbrennen.
Es gibt aber auch Grills (z.B. Kugelgrills), die das indirekte Grillen mit Holzkohle ermöglichen. Sobald ein Deckel vorhanden ist und die Kohle sich nicht direkt unter dem Grillgut befindet, spricht man vom „indirekten Grillen“.
Die Vorteile und Nachteile des Holzkohlegrills sind leider nicht ganz ausgewogen. Der Grill liefert das typische beliebte Holzkohle-Aroma, hat aber leider eine lange Anheizzeit und kann unangenehm qualmen, besonders wenn der Fleischsaft oder das Fett in die Glut tropft. Dabei können giftige Stoffe entstehen. Die Rauchentwicklung beim Grillen kann beim Nachbarn eher negativ ankommen und dementsprechend für Unmut sorgen.
Weiterhin spielt bei dieser Form des Grillens die Gefahr des offenen Feuers eine große Rolle und unvorhersehbarer Funkenflug ist ein Sicherheitsrisiko. Diese Gefahr kann aber beim vorsichtigen Umgang mit dem Grill gut kontrolliert werden.
Der Gasgrill
Ein BBQ Grill, der mit Gas betrieben wird, hat die Vorteile, dass die schlechten Eigenschaften des Grillens mit Holzkohle (Warte-Zeit des Aufheizens, Dreck und der Staub der verbrannten Grill-Kohle) vermieden werden. Das Problem des Grill-Anzündens ist nun Vergangenheit. Gasgrills sind sehr komfortabel, da sie recht schnell auf Betriebstemperatur gebracht werden.
Das Barbecue hat nun zwar nicht mehr ganz seinen ursprünglichen Charakter, aber wenn der Gasgrill auch noch einen Deckel besitzt wie bei den amerikanischen, kanadischen oder australischen Grill-Küchen, werden die Möglichkeiten des Kochens und Grillens nahezu unbegrenzt sein, da der Grill beim geschlossenen Deckel genau wie ein Ofen funktioniert.
Diese Art vom Grillen nennt man auch „indirektes Grillen“.
Beim indirekten Grillen bleibt das Grillgut saftig und es wird seltener gewendet.
Beim guten Gasgrill werden die Brenner durch Flammenverteiler geschützt, welche verhindern, dass Fett und Fleischsäfte in die Flammen tropfen können. So grillen Sie gesund und verhindern Fettbrand.
Der Gasgrill hält nach Knopfdruck die Temperatur konstant und man kann ideal viele verschiedene Gerichte auf dem Grill zaubern. Die Drehregler des Gasgrills lassen es zu, dass man verschiedene Temperaturen (bis über 300°C) im Gar-Raum erzeugen kann.
Bei den meisten Gasgrills können Sie auch einen Drehspieß montieren, mit dem Sie köstliche Braten und größere Fleischstücke grillen können.
Betrieben wird der Gasgrill mit Propan-, oder Butan-Gas, welches über ein Ventil geregelt wird. Sobald das Gas verfügbar gemacht wird, ist der Gas-Grill einsatzbereit. Die Temperatur lässt sich sehr genau regeln. Auch ist das Grillen nahezu qualmfrei. Schnelles Grillen und Kochen bei gleichzeitig geringer Rauchentwicklung zeichnen den Gasgrill aus.
Falls Sie doch auf Rauch stehen, können Sie mit den Gasgrills auch Räuchern und zusätzliche Geschmacksrichtungen auf Ihr Grillgut bringen.
Dies funktioniert mit Räucherpellets, Smoking Chips oder Holzspänen in Räucherboxen.
Die Kosten für Gas sind beim Gasgrillen auch geringer, als der Holzkohle-Kauf beim Kohlegrill. Dementsprechend werden sich die erhöhten Anschaffungskosten beim Gasgrill mit der Zeit durch die günstigeren Betriebskosten annähernd ausgleichen.
Der Elektro-Grill
Der elektrische Grill ist meist nicht so beliebt, weil er beim Grillen nicht das typische „Grill-Flair“ ausstrahlt und den echten Grill-Liebhabern der Geruch von Holzkohle bei dieser Zubereitungsart fehlt.
Die Zubereitung geht sehr schnell und einfach vor sich. Der Elektro-Grill ist zügig einsatzbereit und auch nach dem Grillen leicht zu reinigen.
Abhängig ist der Elektro-Grill aber auch immer von einer Steckdose. Meist ist beim Elektro-Grill nur die Möglichkeit des direkten Grillens gegeben, da sich die Heizstäbe direkt unter dem Grillgut befinden müssen, um das Essen gar zu bekommen. Kostenmäßig ist es die wohl günstigste Art zu grillen.
Für denjenigen, der auf dem Balkon grillt und die Nachbarn nicht mit Rauch belästigen möchte, ist es der ideale Grill.
Der Barbecue Smoker
Ein BBQ-Smoker ist eine „Grill-Maschine“, die entweder mit Holzkohle und/oder einfachem Holz (z.B. Buche) betrieben werden kann. Der Smoker besteht aus einer Feuer-/Heizkammer, einer Garkammer (Gar-Raum) und einem Schornstein. Er ist ideal aus stabilem Stahl von mindestens 5mm hergestellt. So ist gewährleistet, dass er alle Beanspruchungen der Hitze und des Feuers sehr lange aushält.
Durch das Zwei-Kammersystem mit der größeren Garkammer und der kleineren Heizkammer erinnert der Smoker an einen Küchenofen. In der kleinen Kammer wird das Holz oder die Holzkohle entzündet und erzeugt so die nötige Wärme, die durch den Lüftungskanal in die große Garkammer geführt wird.
Durch den Schornstein entweicht schließlich der in der Heizkammer gebildete und durch den Garraum geleitete Rauch nach außen.
Die Temperaturregelung (ca. 60°C – bis 300°C) in der Garkammer wird einerseits über die Menge und die Art des Brennmaterials realisiert, andererseits über Klappen, die die Sauerstoffzufuhr zur Brennkammer und die Rauchgasabfuhr im Kamin regeln.
In der Garkammer wird das Fleisch schonend und schadstoffarm gegart, ohne dass auf den typischen würzig-rauchigen Grillgeschmack verzichtet werden muss. Wer die herkömmliche Grillmethode (direktes Grillen) bevorzugt, brät auf dem mitgelieferten Grillrost auch in der Heizkammer knusprige Steaks, während in der Garkammer für gesundheitsbewusste Gäste Fleisch und Gemüse langsamer und schonender gegart wird.
Ideal ist der Smoker (wie der Name schon sagt) natürlich auch zum Räuchern geeignet. Sie können ua. Fische und Fleisch räuchern, indem Sie in die Brennkammer Räucherholz (Buche, Erle etc.) oder Räucher-Pellets (Kirsche, Hickory, Apfel etc.) hinzu geben.
Der Keramik-Grill-Ofen
Seit mehr als 3.000 Jahren werden Keramiköfen zum Garen, zum Räuchern und zum Grillen benutzt. Aus dem in Japan bekannten Mushikamado Keramik Ofen entwickelte sich seit den frühen 70er Jahren der Keramikgrill in den USA und startete von hier seinen Siegeszug um die ganze Welt.
Die komplette Outdoor-Küche vereint die Vorzüge eines klassischen Grills mit denen eines Steinofens. Grillen, Niedrigtemperaturgaren, Smoken, Backen, Räuchern … Wie immer Sie Ihre Speisen zubereiten wollen, der Keramik-Grill wird Ihnen immer ein perfektes Ergebnis liefern. Der Verbrauch von Holzkohle liegt bei 25 – 50 % gegenüber einem herkömmlichen Grill.
Egal ob Sie sehr hohe Temperaturen zum perfekten Grillen eines Steaks brauchen oder großes Grillgut über Stunden mit niedrigsten Temperaturen smoken wollen, der Keramik-Grill ist sehr universell einsetzbar. Der Keramik-Grill ist aber auch perfekt als Steinofen zum Backen von Pizza oder Brot geeignet.
Der nutzbare Temperaturbereich liegt zwischen 80 °C und 380 °C.
Beim direkten Grillen über der Glut bereiten Sie nicht nur perfekte Steaks zu. Mit dem Deflektorstein können Sie Ihr Grillgut vor der direkten Hitze der Glut schützen und so bei Niedrigtemperatur große Fleischstücke oder auch Geflügel schonend garen.
Worauf ist beim Kauf eines Grills zu achten?
Was für ein Grill-Typ sind Sie? Möchten Sie schnell und gesund grillen oder lieber nicht auf den Geruch und Geschmack von Holzkohle verzichten? Lieben Sie eher die Lagerfeuerromantik und das gewisse Flair beim Grillen? Sind Sie ein echter Grillfan und möchten je nach Lust und Laune sogar diverse Grill-Arten ausprobieren?! Für wie viele Leute grillen Sie durchschnittlich? Diese Fragen sollten beantwortet werden und in die Entscheidung eines Grill-Kaufes mit einfließen.
Dann sollten Sie für sich auch entscheiden, wie viel Geld Ihnen das Grillen und Kochen im Garten und auf der Terrasse wert ist. Denn nach oben hin gibt es fast keine Grenzen und Sie können sich auch eine komplette Außenküche für über 2.000 Euro in den Garten setzen.
Das Fleisch bekommen Sie auch mit einem Grill für 20 Euro aus dem Baumarkt hin. Qualität hat aber seinen Preis und wer lange Spaß an seinen Grill haben möchte, sollte schon ca. 150 Euro für einen Holzkohle-Grill und ab ca. 300 Euro für einen Gasgrill anlegen.
Der BBQ-Smoker in einer entsprechenden Qualität fängt bei ca. 900 Euro an.
Wenn Ihnen das gesunde Grillen wichtig ist, sollte der Grill (egal ob Holzkohle oder Gas) einen Deckel besitzen, damit die Möglichkeit des indirekten Grillens gegeben ist.
Wichtig ist auch das Material des Grills. Da er meist den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, sollte auf Material geachtet werden, welches nicht rostet und stabil ist (z.B. Edelstahl, emaillierter oder verzinkter Stahl). Der Grill sollte sicher und fest stehen und die Bedienung einfach und funktionell sein.
Nach dem Grillen den Grill zu reinigen, verlängert die Lebensdauer und Sie können beim nächsten Grill-Event sofort wieder loslegen.
Gut für das Aussehen und die Wertbeständigkeit eines Grills ist auch die Verwendung einer passenden Abdeckhaube quasi die „Grill-Garage“.
Hersteller der Grills
Hochwertige Grills werden von Herstellern gebaut, die schon lange im „Grill-Business“ Erfahrungen gesammelt haben und bei denen man sicher sein kann, einen qualitativ guten Grill gekauft zu haben.
Der Schweizer Hersteller Outdoorchef stellt z.B. Holzkohle-Kugelgrills her, auf denen man mit dem patentierten Trichtersystem gesund grillen kann. Im Portfolio von Outdoorchef gibt es aber auch Gas-Kugelgrills und Gas-Grill-Stationen (australische Grill-Küchen).
Als Gasgrill-Hersteller kann man bedenkenlos der Qualität von Napoleon, Grandhall, Outdoorchef und Burny vertrauen. Diese Firmen sind seit langem am Markt und stellen hervorragende Gasgrills und Außenküchen her. Napoleon hat sogar die Holzkohlewanne im Angebot, welche es ermöglicht mit dem Gasgrill auch auf Holzkohle zu grillen.
Barbecue Smoker werden von den Marktführern farmer grill und Joe´s Barbecue Smoker hergestellt. Solide Bauweise und gute Materialien versprechen viel Spaß beim BBQ und beim Räuchern.
Keramik-Grills und Öfen werden unter anderem von erfahrenen Firmen wie Monolith, Kamado Joe´s oder Big Green Egg geliefert und sind eine sehr gute Alternative zum herkömmlichen Holzkohle-Grill.
Fazit
Das Thema Grillen, BBQ und Räuchern ist sehr vielfältig und es gibt zahlreiche Methoden zu Hause im Garten oder auf der Terrasse leckere Gerichte bereiten zu können.
Die diversen Arten zu grillen und die unterschiedlichen Geschmäcker der Menschen haben eine große Auswahl an Grillgeräten auf den Markt gebracht. Hier heißt es, sich nach seinen eigenen Wünschen und Ansprüchen den Grill zu leisten, der zu einem passt und der die Grillmethoden anbietet, die man mag oder noch kennenlernen möchte.